GRATIS-DOWNLOAD: Welches passive Einkommen passt zu dir?
27. Mai 2020
Persönlichkeitsentwicklung: Gewohnheiten erfolgreicher Menschen
23. Februar 2021

Rückblick 2020: Corona ist eingeschlagen wie eine Bombe

Unser Spagat zwischen 0 und 300.000 € Umsatz im Monat

Auch unser Jahr 2020 wurde selbstverständlich von den Unwörtern Covid-19, Sars-Cov-2, Lockdown, Maskenpflicht, Abstand halten, Kontaktbeschränkungen, Reisebeschränkungen uvm. deutlich geprägt. Aus dieser Nummer kommen wohl nur wenige Menschen raus ohne privat oder beruflich Federn zu lassen, das ist so langsam jedem klar. Aus diesem Grund zu Beginn ein paar Geschichten aus unserem privaten Leben bzw. unserer Travelstories 2020 und dieses Mal nicht nur der geschäftliche Jahresrückblick mit den nackten Zahlen. So mancher von euch wird sich hier an der ein oder anderen Stelle bestimmt wiederfinden. Für alle, die es nicht interessiert, einfach nach unten scrollen bis zur Überschrift “FBA – Fulfillment by Amazon”. Ob wir die Ziele, die wir uns 2019 gesetzt haben, in 2020 erreicht haben, erfahrt ihr am Ende des Artikels im Fazit.

Dirk hatte das Vergnügen zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 an seinem 40. Geburtstag auf Bali festzusitzen, um dann irgendwann, dank der von Heiko Maas initiierten Rückholaktion, zurück nach Deutschland zu kommen. Klingt ja erstmal nicht so schlimm, Problem war aber, dass er gerade seinen neuen Wohnsitz nach Georgien verlegt und in Deutschland keine feste Wohnung mehr hatte. Nach Georgien zu kommen ging leider nicht, da es kein EU-Land ist und er dort noch kein offizielles Resident Visum hatte. Nun gut, es ist halt Corona, da ist eben alles anders. Also musste eine Alternative her. Da er auch schon seit längerem mit Zypern liebäugelte, entschloss er sich deshalb seinen Wohnsitz dorthin zu verlegen. Nach einigen Wochen Online-Suche, der Unterstützung von einigen Bekannten, die auf Zypern leben und dank den kurzzeitigen Öffnungen im Sommer, ist es gelungen und er hat nun endlich wieder eine feste Base mit Resident Visum auf Zypern. Könnte schlimmer sein, aber die Vorgeschichte war wirklich haarsträubend und einige seiner persönlichen Dinge liegen immer noch in Georgien, da der Versand nach Zypern fast genauso teuer wie die Neuanschaffung ist. So weit zu Dirks Story im Coronajahr 2020.

Bei mir war es weniger aufregend, obwohl Corona dann doch einige Überraschungen parat hatte. Nachdem der erste Lockdown kam, hieß es in Deutschland erstmal Homeoffice, Co-Working Spaces geschlossen, Cafés zum Arbeiten geschlossen usw. Die meisten Leser hier waren ja dabei 😉 Dann kam die frohe Botschaft, dass unsere bereits bezahlten Flüge nach Bangkok im Juni, wegen Corona gecancelt wurden und kurz darauf noch die Meldung, dass Thai-Airways insolvent und damit die Kohle erst einmal futsch ist (bis heute). Nun gut, es ist halt Corona, da ist eben alles anders. Also musste eine Alternative her.

Schnell fand ich heraus, dass Portugal im Juni wieder öffnen möchte, also hatten wir einen Plan B. Flüge gebucht – zack fertig. Einen Tag vor Abflug wollte ich bei Lufthansa den Online-Check-in machen, da kam die Meldung, “dieser Flug ist nicht verfügbar, bitte wenden Sie sich an folgende Nummer…” Super, das Ende vom Lied war, der Flug wurde auch gecancelt und die Information dazu hatte ich über 3 Wochen in meinem Spam-Ordner übersehen. Mietwagen ging nur bis 48h vor Abholung stornieren, also war das auch zu spät und unsere Ferienwohnung wartete ebenfalls auf uns 🙁 Nun gut, es ist halt Corona, da ist eben alles anders. Also musste eine Alternative zu der eigentlichen Alternative her.

Und wenn man eines im Unternehmertum lernt, was man wunderbar ins private Leben übertragen kann, dann ist es: Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, akzeptiere es, schnell! Denn negative Gedanken vernebeln die Sinne und führen zu schlechten Entscheidungen. Ein Rückschlag ist nichts Schlechtes, sondern die beste Chance etwas Neues zu lernen. Mit diesem Mindset habe ich es dann geschafft, innerhalb von 2 Stunden!!! nachdem ich erfahren habe, dass unser Flug nach Portugal gecancelt wurde, ein ICE-Ticket von Frankfurt nach Amsterdam zu organisieren, um von dort aus dann am nächsten Morgen nach Faro zu fliegen, um dann doch noch unseren geplanten Alternativurlaub wahrzunehmen. Zum Glück kann man sagen, denn da wusste ich ja noch nicht, dass auch unser Trip nach Tirol Ende September auch noch von Corona sabotiert wird. Um es kurz zu halten, mitten im Tirol-Urlaub erfuhren wir, dass unsere Region jetzt Risikogebiet ist und alle, die nicht bis spätestens 2 Tage später das Land verlassen, bei Rückkehr in Deutschland in Quarantäne müssen. Da das nicht in Frage kam, hieß es also mitten im Urlaub goodbye Tirol welcome back Homeoffice. Und dabei ist es nun auch geblieben, bis heute. Nun gut, es ist halt Corona, da ist eben alles anders.

Jetzt aber endlich zu dem jährlichen Zahlenteil, der war fast genauso durcheinander wie unsere Reiseerlebnisse letztes Jahr.


FBA – Fulfillment by Amazon: Unser ältestes Business (4 Jahre)

Wahnsinn –  der Januar 2021 hat alle Erwartungen übertroffen und wir haben den stärksten Umsatz unseres Unternehmens einfahren können.

Der Umsatz im Januar 2021 betrug herausragende 270.529,49 € und wurde zu 100% mit FBA erzielt, d. h. wir nutzten kein FBM (fulfillment by merchant) und führten daher keinen Eigenversand durch. Es wurden 10.953 Einheiten verkauft und der durchschnittliche Preis pro Bestellung betrug 27,09 €.

Im Januar 2020 betrug der Umsatz 139.617,61 €. Wir konnten somit eine Umsatzsteigerung von 93,7% erzielen, was wirklich ein Hammer ist. Hier profitieren wir ganz klar von den aktuellen Corona Restriktionen und dies macht deutlich, dass E-Commerce weiter auf dem Vormarsch und gerade in diesen verrückten Zeiten der absolute Gewinner ist.

Der folgende Screenshot zeigt den März 2020 unseren schwächsten Amazon FBA Monat im letzten Jahr. Mit einem Umsatz von 68.594,56 € blieben wir weit hinter den Erwartungen und auch im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Umsatzeinbruch deutlich. Produkte waren ausreichend an Lager und auch sonst gab es von unserer Seite keine großen Probleme, doch die Kauflust war quasi über Nacht eingebrochen und es drehte sich auf einmal alles um Klopapier :). Die Corona Angst und Verunsicherung der Bürger war nun auch in Deutschland angekommen und nicht essentielle Produkte hatten enorm darunter zu leiden. Retouren nahmen zu, Werbekosten stiegen und Lagerkosten nahmen aufgrund der geringen Abverkaufsrate zu. Somit war dieser Monat kaum profitabel. Solche Monate gehören ebenfalls zum Unternehmertum, umso wichtiger ist es dann, positiv in die Zukunft zu schauen, sich stetig als Unternehmer weiterzuentwickeln und nach Lösungen zu suchen.


MBA – Merch by Amazon: Unser zweites Kind (2 Jahre und ein bisschen)

Hier ging es im Jahr 2020, dank Corona, drunter und drüber. Amazon USA, welches unser Kernmarkt in diesem Bereich darstellt, hat nach Beginn des ersten Lockdowns Ende März, in Amerika alle T-Shirt-Druckmaschinen abgeschaltet. Das hat dazu geführt, dass wir bereits Ende März einen massiven Umsatzeinbruch hatten.

Der April war dann tatsächlich das erste Mal seit Beginn eine komplette Nullnummer auf dem amerikanischen Markt. Anfang Mai hat Amazon wieder langsam gestartet, jedoch waren die Monate März bis Mai die unterirdischsten aller Zeiten. Zum Glück hat sich das Ganze ab Sommer wieder langsam normalisiert und wir konnten danach ein wunderbares viertes Quartal verzeichnen. Im Dezember, im Weihnachtsgeschäft, dann zum Glück wie erwartet mit den absolut höchsten Verkaufszahlen des Jahres und einem Gewinn von 3.053,50 $ also umgerechnet rund 2.500 €.


KDP – Kindle Direct Publishing: Der kleine Bruder (Fast 2 Jahre)

Auch hier pünktlich zu Beginn der Corona Pandemie in Deutschland, hatten wir im März mit 864,87 € den schlechtesten Monat des Jahres. Amazon sei Dank haben sie in der EU nicht die Druckmaschinen abgeschaltet und die Zahlen konnten sich bereits im April wieder etwas erholen.

Im Juni hatten wir dann sogar den stärksten Monat aller Zeiten mit einem Gewinn von 3.496,59 €. Danach hat es Monat für Monat wieder etwas nachgelassen.

Im Dezember sind wir dann bei einem Gewinn von 1553,54 € angelangt.


Affiliate Marketing: Unser Nesthäkchen (1,5 Jahre)

Das Affiliate Marketing haben wir 2020 komplett vernachlässigt, was sich auch direkt in den Zahlen widerspiegelt. Ab April kann man (fast) nur noch eine Richtung erkennen, abwärts. Hieran sieht man aber wunderschön die Macht von passivem Einkommen. Wir haben tatsächlich gar keine Zeit mehr in dieses Business investiert und es einfach laufen lassen. Trotzdem kommt monatlich weiterhin etwas Taschengeld rein. Fair.


Fazit

Wenn wir uns jetzt nur die Zahlen ansehen, sind wir natürlich insgesamt sehr zufrieden. Trotz Corona konnten wir einen Teil unserer Ziele erreichen oder sogar toppen:

FBA

Umsatz Dezember 2019: 81.210,63 € => Ziel war 50% Steigerung, das haben wir mit 91.392,37 € Umsatz im Dezember leider nicht erreicht. Jedoch kam der der Hammer im Januar mit einer Steigerung von 93,7% mit 139.617,61 € im Januar 2020, zu 270.529,49 € genau ein Jahr später.

MBA

Gewinn Dezember 2019: 1.355,49 € => Ziel war 200% Steigerung, das haben wir mit 2.500 € Gewinn im Dezember leider nicht erreicht. Auch über das Jahr hinweg hatten wir keinen Monat in dem wir die 200% geschafft haben. Dennoch braucht man sich bei einem so ambitionierten Ziel von 200% Steigerung innerhalb von 12 Monaten mit einer Steigerung von knapp 100% Prozent nicht verstecken.

KDP

Gewinn Dezember 2019: 945,03 € => Ziel war 200% Steigerung. Das haben wir mit 1.553,54 € Gewinn im Dezember nicht erreicht. Aber wir hatten das Ziel tatsächlich schon im Juni mit 3.496,59 € Gewinn deutlich früher erreicht als geplant.

Affiliate Marketing

Gewinn Dezember 2019: 600,14 € => Ziel war 100% Steigerung. Das haben wir mit 203,49 € komplett verfehlt. In diesem Fall lag das aber weder an Corona oder daran, dass wir etwas falsch gemacht haben, sondern daran, dass wir diesen Bereich einfach komplett links liegen gelassen haben.

Die Pandemie ist wie eine riesige Lupe, ein Verstärker der Schwachstellen verdeutlicht, zur Selbstreflexion und zum Hinterfragen der gesteckten Ziele anregt. Für die meisten Menschen war das letzte Jahr eine große Herausforderung auf allen Ebenen. Auch wir hatten zeitweise extrem zu kämpfen, vor allem mit der Motivation. Dadurch haben wir auch einiges an Potenzial liegen lassen. Wenn man sich über die Jahre mit viel Energie und Zeit so viele Freiheiten aufgebaut hat und diese dann nicht mehr Ansatzweise auskosten kann, verliert man auch mal den roten Faden, da bringt einem alles Geld und Zeit der Welt nichts. Man sagt ja Gesundheit und Lebenszeit sind die höchsten Güter, leider bringt dir beides kein erfülltes Leben, wenn man seine Freiheit verliert.

Ihr Lieben bleibt gesund und behaltet immer im Hinterkopf:
“Ziele sind einfach nur Träume mit Datum”


Daniel
Daniel
Online-Unternehmer || Bestseller-Autor || Diplom Designer (FH)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.